Mit
dem MTB im Abenteuerland
Bericht von
Tobias Rausch
Am
vergangenen Sonntag machte sich ein Erkundungsteam, bestehend aus Arnfried, Herbert
und mir, auf den Weg in den MTB-Park Pfälzerwald.
Unser
Einstieg in den MTB-Park war der Bahnhof von Lambrecht bei Neustadt an der
Weinstrasse, den wir nach einer Stunde Fahrzeit mit dem Auto erreichten.
Empfangen
wurden wir von der historischen Dampflokomotive, der Kuckucksbahn,
die
an Wochenenden die Touristen durch das Elmsteiner Tal
fährt.
Wir
schauten uns an der Informationstafel noch mal die Tour an, die ich vorher auf
der Homepage der www.mtb-park-pfaelzerwald.de
auswählte.
Da
stand was von „Genussbiken“ und „Seele baumeln lassen“ und die Streckenangaben
waren 42 km und 800 Hm, das hörte sich nach einer lockeren Runde an.
Es
gibt im MTB-Park 5 Touren zur Auswahl,
die alle beschildert sind. Unsere Tour
war die Nummer 5.
Die
Schwierigkeitsstufen sind wie auf der Skipiste eingeteilt.
„Blau“
bedeutet Einsteigerstrecke - leicht; “rot“ ist die Sportbikerstrecke - mittel
bis hoch und “schwarz“ ist die Fahrtechnikstrecke - hoch bist sehr hoch.
Auf
der Infotafel war unsere Tour eingezeichnet mit viel blau, etwas rot und ganz
wenig schwarz, soweit die Angaben von Udo Bölts.
Wir
machten uns frohen Mutes auf den Weg durch den Pfälzerwald, fuhren immer den
„Blauen“ Pfeilen nach und ich dachte mir so nach 5 km, das hätten wir auch im
heimischen Wald haben können.
Ja,
aber nur bis auf einmal ein schwarzer Pfeil auftauchte, der auf gerader Stecke
links den Wald hoch zeigte. Im ersten Moment dachten wir das Schild sei
verdreht, hielten an und schauten uns den „Pfad“, der steil den Berg hoch
führte, mal näher an und stellten fest, dass der Pfeil richtig war. Wir waren
nur so naiv zu glauben, dass Udo Bölts die Strecken
einfach machen würde.
Ich
nahm etwas Anlauf, stürzte mich auf die Rampe, schaffte es, im sandigen Boden
Halt zu finden, um die Böschung hoch zu kommen und an einem Flachstück auf die
anderen zu warten.
Arnfried
packte es auch noch, nur Herbert hatte zu wenig Schwung, verlor das Gleichgewicht
und stürzte, dies waren die ersten Schrammen an diesen Tag, jedoch noch nicht
die letzten.
Die
Single-Trails verlaufen quer durch den Wald (da würde
bei uns jeder Förster und Jäger was dagegen haben), waren anspruchsvoll, aber
auch wunderschön. An manchen Stellen war es aber besser für uns, das Rad zu
tragen bzw. zu schieben.
Es
war echtes MTB-Fahren durch die Natur, über Felsen, Wurzeln, Wald und Wiesen.
Wenn
wir bei uns fahren, trifft man immer wieder auf Zeichen der Zivilisation, seien
es Ortschaften oder Straßen, hier konnte man Stunden fahren und sah nichts
davon, außer reiner Natur.
Die
Strecke führte über Elmstein im großen Bogen um Lambrecht herum, wo wir nach 3
½ Stunden mit einem Schnitt von nur 13km/h wieder von der dampfenden und
pfeifenden Lok begrüßt wurden.
Die
gefühlte Wegstrecke betrug mindestens 60 km, dementsprechend platt waren wir
dann auch. Aber es ist schon
beeindruckend, was die „Pfälzer“ unter „Genussbiken“
verstehen. Das nächste Mal werden wir herausfinden, was eine „anspruchsvolle
Strecke“ ist, wenn ihr da bei helfen wollt, meldet euch doch bei uns.